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Nachrichten

Vor rund einem Jahr hat sich die Ernst Göbel Schule auf den Weg zur „Gesunden Schule“ gemacht und darf nun denersten Etappensieg feiern: Im Rahmen der Schulkonferenz am 2. Juni 2026 überreichten Kirsten Berg und Sandra Michaelis, Fachberaterinnen des Staatlichen Schulamtes, Schulleiterin Marion Braun das erste Teilzertifikat „Sucht‑ undGewaltprävention“.
Sucht- und Gewaltprävention sind keine Themen, die man wie Aufgaben auf einer To-do-Liste einfach abhaken kann.Sie zeigen sich in vielen Situationen des Schulalltags, beispielsweise dann, wenn Schülerinnen und SchülerVerantwortung für sich selbst und andere übernehmen, Konflikte friedlich lösen, Grenzen respektieren oder sich rechtzeitig Hilfe suchen. Solche Fähigkeiten werden an der Ernst-Göbel-Schule täglich gefördert und sind zentral für eintragfähiges Schulklima und die persönliche Entwicklung der Lernenden.
Schon vor Start des Zertifizierungsprozesses existierten an der Schule zahlreiche präventive Angebote und bewährteStrukturen. Der Zertifizierungsprozess nutzte diese Grundlagen: Bewährtes wurde gestärkt, vorhandene Lückenidentifiziert sowie systematisch geschlossen und einzelne Maßnahmen in ein übergreifendes Konzept eingebettet, umPrävention als durchgängiges Element im Schulalltag zu verankern. Präventionslehrkraft Aylin Lauterfeld begleitetediesen Prozess und entwickelte in enger Zusammenarbeit mit den Präventionsteams neue Konzepte, überarbeitete bestehende Programme und koordinierte zahlreiche engagierte Arbeitsgruppen. Dabei ging es nicht nur um fachlicheInhalte, sondern auch um organisatorische Fragen: Wer übernimmt welche Verantwortung? Wie werden Angebotesichtbar kommuniziert? Wie lässt sich die Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeit, Eltern und externen Partnern stärken?Die konstruktive Beteiligung vieler Kolleginnen und Kollegen sowie die Rückmeldungen von Schülerinnen undSchülern halfen dabei, praktikable Lösungen zu finden.
Prävention genießt an der Ernst-Göbel-Schule einen hohen Stellenwert, was vor allem bedeutet, täglich dafür zu sorgen,dass sich Schülerinnen und Schüler im Schulalltag sicher, respektiert und wahrgenommen fühlen. Das Angebot umfasstunter anderem Maßnahmen, die den Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft stärken, regelmäßige Informationsveranstaltungen für Eltern, Lehrkräfte und Lernende sowie fächerübergreifende Unterrichtsinhalte. Danebenfördern zusätzliche Angebote die soziale Lernentwicklung sowie das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen undSchüler. Ein weiteres wichtiges Element ist die Schaffung von niedrigschwelligen Anlaufstellen. Die „AnsprechBar“etwa bietet feste Zeiten, in denen Lehrerinnen und Lehrer Lernenden ohne vorherige Terminvereinbarung für Gesprächezur Verfügung stehen. Das Angebot ist bewusst unkompliziert gehalten, damit Schülerinnen und SchülerHemmschwellen überwinden können und bei Bedarf schnell Unterstützung finden. Ergänzt wird dies durch die engeZusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit, Beratungslehrkräften und externen Fachdiensten, sodass bei komplexerenFällen schnelle und koordinierte Hilfen möglich sind.
Das Teilzertifikat ist ein klares Zeichen für die engagierte Arbeit der Ernst-Göbel-Schule und würdigt das Engagementder Schulleitung, der Präventionslehrkraft, der Präventionsteams, des gesamten Kollegiums, der Schulsozialarbeit und des Multiprofessionellen Teams, der Eltern und nicht zuletzt der Schülerinnen und Schüler selbst. Gleichzeitig verstehtdie Schule das Zertifikat als Auftrag, die erreichten Strukturen zu pflegen und stetig weiterzuentwickeln.
Perspektivisch strebt die Ernst-Göbel-Schule drei weitere Teilzertifikate an, um das Gesamtzertifikat „Gesunde Schule“zu erwerben, das Bereiche wie Gesundheitsförderung, Bewegung und Ernährung enthält. Ziel ist es, ein noch stärkeres,resilienteres Schulumfeld zu schaffen, in dem sich alle Beteiligten wohlfühlen und die Lernenden bestmöglich auf ihrweiteres Leben vorbereitet werden.
Text: Aylin Lauterfeld
Foto: Anjali Friedrich
Text zum Foto: Schulleiterin Marion Braun (rechts) freut sich gemeinsam mit der Präventionsbeauftragten Aylin Lauterfeld (Mitte) über das Teilzertifikat zur „Gesunden Schule“.

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