- Zur Anmeldung von Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine oder für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat. Wir heißen Sie bei uns herzlich willkommen und finden individuelle Lösungen für den Besuch unserer Schule.
Die Ernst-Göbel-Schule ist mit rund 1.200 Schülerinnen und Schülern sowie 125 Lehrkräften und pädagogischem Personal eine sehr große Schule. Dabei erstreckt sich das Schulgelände auf drei große Gebäude und eine Sporthalle. Eine weitere Sporthalle, die unter anderem für den Schulsport genutzt wird, befindet sich in fußläufiger Umgebung der Schule. Mitunter kommt es vor, dass sich Schülerinnen und Schüler beim Sport oder anderweitig verletzen, die Wege zur Schulgesundheitsfachkraft und ausgebildeten Krankenschwester Anika Weber können aber sehr lang sein. Deshalb plante Frau Weber bereits seit Längerem, für verletzte Schülerinnen und Schüler, die nur eingeschränkt gehfähig sind, einen Rollstuhl anzuschaffen.
Vor den Osterferien wurde Frau Weber von Adrian Knecht vom DRK Odenwaldkreis darüber informiert, dass es ein Sonderbudget für die Schulsanitätsdienste gebe und sie Bedarfsmaterial auflisten solle. In diesem Rahmen bat sie um ein Angebot für einen Rollstuhl beim Sanitätshaus Lock in Höchst i. Odw, das inzwischen seit 50 Jahren besteht. Statt aber ein Angebot zu versenden, wurde Frau Weber mitgeteilt, dass Rainer Lock, Inhaber des Sanitätshauses, entschieden habe, der Schule den Rollstuhl zu spenden.
Umso erfreulicher war nun die Übergabe des Rollstuhls am 5. Mai 2026. Auch Schulleiterin Marion Braun freute sich mit Frau Weber über die großzügige Sachspende, testete die Funktionen des Rollstuhls und bedankte sich herzlich bei Herrn Lock, der damit einen wichtigen Beitrag zur Schulgesundheit leistete.
Text und Foto: Anjali Friedrich
Text zum Foto: Rainer Lock übergibt den Rollstuhl an Schulleiterin Marion Braun (rechts) und Schulgesundheitsfachkraft Anika Weber (links).
Der sechste Jahrgang der Ernst-Göbel-Schule in Höchst i. Odw. freute sich am 03.02.2026 über den Besuch von Lijana Kaggwa, einer ehemaligen Finalistin bei Germany’s Next Topmodel, die sich inzwischen mit ihrem Verein Love Always Wins präventiv gegen Hass, Gewalt und Feindseligkeit für Liebe, Respekt und Menschlichkeit einsetzt. Dabei war die EGS die siebte von insgesamt neun Schulen des Odenwaldkreises, die sie besucht. Schulleiterin Marion Braun eröffnete die Veranstaltung und begrüßte zahlreiche Gäste. So waren unter anderem Vertreter der Polizeidirektion Odenwald, Elternvertreter, die Schulsozialarbeit, die Schulgesundheitsfachkraft, Vertreter des Schutzteams und des Medienschutzes der EGS, der stellvertretende Schulleiter Herr Benz, die Schulpsychologin Frau Laux, Herr Rathje vom „Netzwerk gegen Gewalt“ sowie Frau Ruppert und Frau Kelbert-Gerbig der Sparkasse anwesend. Besonderer Dank ging an die Sparkassenstiftung, die diese Veranstaltung durch Finanzierung ermöglichte. Souverän moderiert wurde die Veranstaltung von Hanna Sickinger und Leon Hinkel aus der Q4.
Lijana Kaggwa erzählte während der knapp zweistündigen Veranstaltung von ihren eigenen Erfahrungen mit Cybermobbing, zeigte einen Zusammenschnitt ihrer Teilnahme bei GNTM, die sie freiwillig im Finale beendete, erklärte, wie Geschichten zusammengeschnitten worden seien, die es so nie gegeben habe, und las dazu einige ihrer Erlebnisse aus ihrem Buch „Du verdienst den Tod“ vor.
Sie beschrieb aus persönlicher Erfahrung heraus, welche fatalen Auswirkungen Cybermobbing auf das Opfer haben kann und wie sie selbst damit lernte umzugehen. Dabei legte sie großen Wert darauf, die Kinder des Jahrgangs dort abzuholen, wo sie stehen, und ihren Vortrag interaktiv zu gestalten, indem sie mehrere Abfragen zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler durchführte. Besonders hervorgehoben wurde die Relevanz eines Hilfesystems, für das sich auch die Schutzfrauen vor Ort, Frau Oberle und Frau Rüddenklau der Polizei, aussprachen. Dabei machten sie deutlich, dass jede Beleidigung im Netz ebenso eine Straftat darstelle und als solche geahndet würde.
Anschließend fand eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Vertretern der EGS sowie Frau Laux, der Polizei und Herrn Rathje statt. Dabei wurden die Fragen des sechsten Jahrgangs in die Runde gestellt und sowohl von rechtlicher als auch schulischer Seite bestmöglich beantwortet.
Die Botschaft, wie Frau Kaggwa am Ende der Veranstaltung zusammenfasste, bestehe darin, sich „auf positive Dinge zu konzentrieren“ und die Vielfalt zu akzeptieren. Andere Meinungen sollten toleriert werden.
Abschließend bot sich die Gelegenheit für alle Teilnehmenden, Autogramme von Frau Kaggwa zu erhalten, mit ihr ein Foto zu schießen und eine „Compliment Card“ sowie eine Motivationskarte mitzunehmen.
Als kooperative Gesamtschule freute sich die Ernst-Göbel-Schule als vielfältiges, buntes und heterogenes Lernumfeld über den präventiven Einsatz von Frau Kaggwa gegen Hass und Cybermobbing und möchte damit ein klares Statement setzen.
Text zum Foto: Lijana Kaggwa spricht vor dem sechsten Jahrgang der Ernst-Göbel-Schule.
Text und Foto: Anjali Friedrich