Mit 10 Jahren spielen seine Klassenkameraden Fußball oder Handball, Schach oder Tischtennis, aber Tim Bruns betreibt eine ganz andere Sportart: Er fährt Motorrad!

Der Fünftklässler, der die Ernst-Göbel-Schule in Höchst besucht, fährt seit zwei Jahren auf Kindermotorrädern, die aber wahrlich kein Spielzeug sind, denn eine Parcoursmaschine hat 5,5 PS und erreicht 80 km/h und eine Rennmaschine hat sogar 8,5 PS und erreicht 110 km/h.

Und diese starken Maschinen bewältigt der Höchster Schüler sogar mit außerordentlichem Erfolg, so wurde er im Parcoursfahren nicht nur Hessischer Meister, sondern sogar deutscher Vizemeister in seiner Altersklasse. Was hat man sich aber unter Parcoursfahren vorzustellen? In dieser Motorsportdisziplin gilt es auf einem Parcours Hindernisse zu überwinden, Bälle in ein Tor zu schießen – wohlgemerkt auf dem Motorrad sitzend – oder bestimmte Figuren exakt zu fahren. Was sich leicht anhört, ist aber das Endprodukt von einer perfekten Beherrschung des Motorrades sowie eines intensiven Trainings. Nun kann Tim Bruns nicht einfach auf einem verlassenen Parkplatz üben, sondern kann dies nur auf einem Übungsplatz in Reinheim. Außerhalb des Übungsplatzes heißt es für ihn wie für alle anderen Fünftklässler sich zu Fuß oder per Fahrrad fortzubewegen. Aber dies ist dem Motorsportler nur recht, denn regelmäßiger Sport wie in seinem Fall Handball und gezielte Ernährung ergänzen das Training.

In diesem Jahr hat Tim sein Motorsportinteresse erweitert, denn er fährt nun auch Rennen, so erreichte er den 12. Platz beim ADAC MiniBikeCup bei 25 Teilnehmern. Der ADAC Hessen-Thüringen unterstützt als Sponsor den jungen Rennfahrer. Zwar geht es bei diesem Sponsoring nicht um Geld, aber 2 Sätze Reifen pro Saison und ein Trainer, der ihn auf den Rennen vorbereitet und während des Rennens unterstützt, sind eine große Hilfe. Unterstützung erfährt der Schüler aber auch durch die Ernst-Göbel-Schule, denn Freistellungen ermöglichen ihm erst die Teilnahme an den Rennen.

Wie steht aber seine Familie zu seinem nicht ganz ungefährlichen Hobby? Für Vater und Bruder ist das weit weniger nervenzehrend als für Tims Mutter. Tim selbst hat schon einige Stürze hinter sich, was ihm aber keinerlei Angst macht, da er bis jetzt nur eine kleine Prellung am Arm davongetragen hat. Aufhalten lässt sich der junge Mann ohnehin nicht, denn sein Ziel ist ganz klar: Er will Motorradrennfahrer werden.

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Tim Bruns sammelt Pokale

Text und Foto: Thomas Raupach

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